Deutsche sparen weiterhin auf Sparkonten und Girokonten

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Deutsche sparen weiterhin auf Sparkonten und Girokonten

Die jährliche Auswertung der Vermögensverhältnisse privater Haushalte in Deutschland zeigt, dass die Gesamtsumme des Sparvermögens gestiegen ist. Sie beträgt im Durchschnitt fast 24 000 Euro je Privathaushalt und ist somit innerhalb eines halben Jahres um nahezu 6000 Euro angestiegen. Die Ungleichverteilung des Vermögens hat ebenfalls zugenommen, denn etwas sechzehn Prozent der Befragten haben angegeben, kein Geld mehr zu sparen. Dieser Wert muss zwar relativiert werden, da Privatpersonen die für eine private Rentenzusatzversicherung bezahlten Beiträge nicht unbedingt zu ihren Ersparnissen rechnen.

Gering verzinste Sparguthaben bleiben am beliebtesten

Der größte Teil der Spargelder liegt auf schlichten Sparkonten, deren Verzinsung deutlich unterhalb der Inflationsrate liegt. Mit Festgeldanlagen und Tagesgeldkonten ließ sich bis vor wenigen Jahren noch eine deutlich bessere Rendite erzielen, inzwischen haben jedoch fast alle Banken die Zinssätze für diese Varianten der Geldanlage deutlich gesenkt. Gar keine Zinsen erhalten Bankkunden außer bei wenigen Geldinstituten für auf dem Girokonto unterhaltenes Guthaben. Dennoch hat dieses im Laufe eines Jahres deutlich zugenommen. Die Abschwächung des Zinsniveaus für Sparkonten hat hierzu beigetragen, da Bankkunden den Eindruck haben, dass sich die Umbuchung auf ein Sparkonto nicht mehr lohnt. Dass sie trotz der weiterhin geringen Zinsen wieder Vertrauen zu den Banken haben, zeigen Privathaushalte, indem sie seltener als im Vorjahr nennenswerte Bargeldbeträge in der Wohnung aufbewahren.

Wie können Privathaushalte ihre Geldanlage verbessern?

Grundsätzlich ist es sinnvoll, für unerwartete Ausgaben ohne zeitliche Verzögerung auf einen Geldbetrag in Höhe von zwei bis drei Monatseinkommen zugreifen zu können. Dass die entsprechende Summe auf einem Tagesgeldkonto oder einem Sparbuch ohne Bindungsfrist aufbewahrt wird, passt zu der weiterhin geltenden Grundempfehlung. Für die Anlage des den Notgroschen übersteigenden Vermögens bieten sich jedoch andere Anlageformen als Sparverträge oder das Bankkonto an. Wenn Privatanleger bei Aktien nicht auf mögliche Kurssteigerungen, sondern auf die regelmäßigen Dividenden achten, erzielen sie eine deutlich höhere Verzinsung als mit Sparguthaben. Eine zusätzliche Sicherheit bietet dank der großen Streuung der Gesamtanlagesumme das Investieren in Fonds. Eine hohe Dividendenverzinsung erzielen ebenfalls Geschäftsanteile von Genossenschaftsbanken.

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