
Das Angebot diverser Rentenversicherungen ist hoch. Neben der staatlich geförderten Riester- und Rürup-Rente besteht die Möglichkeit zum Abschluss einer klassischen privaten Rentenversicherung. Die private Rentenversicherung setzt auf ein sicherheitsorientiertes Sparprogramm mit garantiertem Zinsniveau. Der Versicherungsnehmer zahlt einen festgelegten Betrag regelmäßig, meist monatlich, an die Versicherungsgesellschaft. Ab einer bestimmten Altergrenze ist eine gewinnbringende Auszahlung in Form einer einmaligen Ausschüttung oder einer garantierten lebenslangen Rente möglich.
Die private Rentenversicherung bietet sich gerade in jungen Jahren als interessante zusätzliche Altersvorsorge an. Die bereits zum Vertragbeginn feststehende Rentenzahlung gilt als sicher und ist mit einem durchschnittlichen Zinsniveau zwischen 4 und 5% durchaus lukrativ. Aber nicht alle Anbieter bieten eine ausreichend hohe garantierte Verzinsung an. Vor dem Abschluss sollten die Leistungen daher sorgsam überprüft werden.
Die private Rentenversicherung bietet darüber hinaus noch weitere Vorteile. Wird die erste Rentenzahlung erst ab dem 65. Lebensjahr fällig, müssen lediglich 18% der regelmäßig ausgezahlten Beträge versteuert werden. Die Zahlungen aus der Riesterrente werden dagegen ausnahmslos voll versteuert. Die besonders günstige Versteuerung der privaten Rentenversicherung zahlt sich besonders für Personen mit regelmäßig höheren Einkommen aus.
Wer sich allerdings für eine Einmalauszahlung auf einen Schlag oder bereits für Zahlungen vor dem 60. Lebensjahr entschieden hat, muss eine komplette Versteuerung in Kauf nehmen. Experten befürchten, dass selbst eine Kombination aus der gesetzlichen Rentenversicherung und einer zusätzlichen Riesterrente bald nicht mehr ausreichen, um eine im Alter wichtige Grundversorgung zu gewährleisten. Die private Rentenversicherung bietet sich daher als drittes Standbein optimal an.