
Pfandbriefe werden von privaten Hypothekenbanken, öffentlich-rechtlichen Kreditanstalten oder Schiffspfandbriefbanken ausgegeben, Hypothekenkredite bzw. Kredite für Schiffsbau zu refinanzieren. Pfandbriefe waren früher meist mit einer festen Verzinsung ausgestattet, heutzutage sind sie mit flexiblen und variablen Verzinsungsmmöglichkeiten ausgestattet worden. Um Anleger zu schützen müssen Pfandbriefe zu jeder Zeit in gleicher Höhe durch Hypotheken von mindestens gleichem Zinsertrag gedeckt sein. Dieses wird durch einen Treuhänder kontrolliert.
Pfandbriefe haben in der Regel lange Laufzeiten, zum Teil über 25 Jahre oder mehr. Heute werden überwiegend Pfandbriefe mit kürzeren Laufzeiten emittiert und nehmen am deutschen Kapitalmarkt eine bedeutende Stellung ein.
Die Bezeichnung Pfandbrief genießt gesetzlichen Schutz. Privatrechtliche Kreditinstitute, die nicht Hypothekenbanken sind, dürfen Schuld- verschreibungen unter der Bezeichnung Pfandbrief nicht in den Verkehr bringen. In jüngster Vergangenheit hat der deutsche Pfanbriefmarkt eine deutliche Belebung erfahren durch die Einführung der beiden Indizes PEX und PEXP. Diese Indizes sollen die Performance- messung dieser Produkte und das Aufkommen standardisierter Großemissionen, mit denen eine Verbesserung der Marktliquidität erreicht werden soll, erleichtern.