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Ratenkauf mit Null-Prozent-Finanzierung

Gerade im Bereich der TV-Geräte schreitet die Technik so schnell voran, dass ständig neue Geräte auf den Markt kommen, die noch besser sind. Wer nun noch einen alten Röhrenfernseher besitzt, sollte diesen tatsächlich gegen ein neueres Modell austauschen. Der Qualitätsunterschied ist gewaltig!

Ratenkauf mit Null-Prozent-FinanzierungDie heutigen Modelle sind zudem meist billiger als ihre Vorfahren und durch den Ratenkauf, der von vielen Elektronikanbietern angeboten wird, ist die finanzielle Belastung (scheinbar) gering. Meist wird dabei mit der sogenannten Null-Prozent-Finanzierung geworben. Doch was bedeutet dies überhaupt für den Verbraucher?

Was ist die Null-Prozent-Finanzierung?

Die Null-Prozent-Finanzierung beim Ratenkauf bedeutet eigentlich, dass man den Gesamtpreis des Fernsehers in gleich bleibenden Raten abbezahlt, ohne dass dabei für den Käufer Zusatzkosten entstehen. Dieses Angebot ist natürlich verlockend und so entscheiden sich heute immer mehr Verbraucher für den Ratenkauf. Leider halten viele der attraktiven Angebote nicht das, was sie versprechen. Häufig müssen Käufer nämlich feststellen, dass in ihrer Null-Prozent-Finanzierung nicht wirklich 0 Prozent drin stecken. Vielmehr lauern dort häufig versteckte Kosten und weitere Fallen. Wie bei anderen Ratenkrediten auch, so findet in jedem Fall erst einmal eine Bonitätsprüfung des Kunden statt, bevor der Vertrag über die Finanzierung geschlossen werden kann. Stellt der Anbieter in diesem Zuge fest, dass der Kunde in der Vergangenheit nicht immer zuverlässig zahlte, wird die 0%-Finanzierung abgelehnt oder aber er erhält ein alternatives Angebot. Jenes beinhaltet dann aber meist einen Prozentsatz, mit dem das Darlehen verzinst wird. Somit können die Gesamtkosten für den eigentlich günstigen Fernseher gewaltig steigen. Des Weiteren wird der zinsfreie Kredit oftmals nur unter Auflagen gewährt, wie zum Beispiel einer extrem kurzen Laufzeit. Bei längeren Laufzeiten werden wiederum Zinsen fällig.

Versteckte Kosten beim Ratenkauf

Selbst dann, wenn der zinsfreie Kredit wirklich gewährt wird, müssen Käufer damit rechnen, Zusatzkosten zahlen zu müssen. Jene verstecken sich oftmals im Kleingedruckten der AGBs, weshalb jene vor dem Abschluss eines Vertrages immer genau studiert werden müssen. Wenn Zusatzkosten anfallen, muss der Anbieter dort über diese informieren. Derartige zusätzliche Kosten können beispielsweise Kontoführungsgebühren sein, die bei den Partnerbänken der Elektronikanbieter anfallen. Ebenfalls können beim Ratenkredit Bearbeitungskosten anfallen, die je nach Länge der Laufzeit des Darlehens unterschiedlich hoch ausfallen. Manche Anbieter können sogar richtig kreativ werden, wenn es um das Abkassieren der Kunden geht. So tauchen plötzlich Vermittlungsgebühren oder ähnliche Bezeichnungen in den jährlichen Abrechnungen auf. Weiterhin werden den Käufern häufig weitgehend sinnlose Zusatzversicherungen für den Fall eines Verdienstausfalls angeboten. Letztendlich ist der Fernseher dann kein Schnäppchen mehr, sondern eine Kostenfalle.

Bild © parazit – Fotolia.com

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