Private Krankenversicherung: Online vergleichen und abschließen
Über Jahrzehnte galt es als eine in Stein gemeißelte Weisheit, dass die PKV zwar wesentlich leistungsstärker als die gesetzliche Krankenversicherung (GKV), jedoch auch deutlich teurer sei. In den letzten Jahren hat sich das Blatt jedoch gewandelt. Zwar sind die Beträge der GKV durchschnittlich niedriger als die der PKV, doch durch Zuzahlungen, Praxisgebühren und künftig möglicherweise einem „Arzt-Eintrittsgeld“ haben sich die Kosten unter dem Strich doch deutlich angenähert, muss doch ein PKV-Mitglied diese Gelder nicht zahlen. PKV-Mitglieder leben deshalb komfortabler, müssen aber je nach Tarif nicht einmal (wesentlich) mehr zahlen.
Wer darf eigentlich Mitglied in der PKV werden?
Diese Vorteile der PKV werden inzwischen immer bekannter, doch viele Menschen denken, sie dürften gar nicht Mitglied der PKV werden, weil sie weniger als die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze (rund 49.000 Euro Jahreseinkommen) verdienen. Damit liegen sie allerdings oft einem Fehlurteil auf: Generell haben beispielsweise Studenten die Option, sich für eine der privaten Versicherungen zu entscheiden. Ähnliches gilt für Freiberufler. Zudem hat auch jeder Versicherte der GKV die Möglichkeit, sich eine private Zusatzversicherung zuzulegen. Wer unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt, kann zwar keine Vollversicherung abschließen, jedoch für seine Zähne, seine Medikamente, dem Besuch beim Hausarzt und noch wesentlich mehr privat etwas tun. Dieser Option wird oft wieder das Kostenargument entgegen gehalten: Dann müsse man zusätzlich zu seinen Beiträgen für die GKV noch die monatlichen Kosten für die Zusatzversicherung schultern. Aber auch hier gilt: Dies ist nur die halbe Wahrheit. Wer die eigene Zuzahlung für nur eine Zahnkrone mit dem jährlichen Beitrag für eine private Zahnzusatzversicherung vergleicht, der wird schnell merken, dass die private Absicherung Geld spart und kein Geld kostet.
Wie findet man die beste PKV?
Doch natürlich unterscheiden sich die Tarife der einzelnen PKV oft beträchtlich voneinander. Ein Preis- und Leistungsvergleich ist aus diesem Grund auf jeden Fall sinnvoll. Dieser geschieht am besten online. Dabei könnte man sich rein theoretisch die Mühe machen, jede PKV einzeln zu besuchen, die Fakten zu notieren und auf diese Weise den Vergleich zu erstellen. Doch diese Variante ist bei weitem zu sperrig. Wesentlich sinnvoller ist es dagegen, einfach einen Versicherungsrechner zu konsultieren um einen Check von PKV-Tarifen durchzuführen. Darunter versteht man eine unabhängige Vergleichsplattform, die man den Daten aller gängigen PKV gefüttert ist und einem auf diese Weise schnell einen detaillierten Vergleich zwischen den Anbietern ermöglicht. Alles, was man dazu eingeben muss, sind die eigenen Rahmendaten. Durch den Versicherungsrechner lernt man die unterschiedlichen Anbieter kennen und bekommt ein gutes Gefühl dafür, was ein guter bzw. ein schlechter Preis ist. Zudem sollte ein solcher Vergleich auch schon Informationen über den Leitungskatalog eines bestimmen Tarifs enthalten.
Der Bonus: Die Versicherung online abschließen
Der zusätzliche Bonus ist, dass man eine PKV in aller Regel auch online abschließen kann. Wer einen Versicherungsrechner zu Rate zieht, der dürfte fast ausschließlich Ergebnisse bekommen, die es einem ermöglichen, wenn man von dem jeweiligen Angebot überzeugt ist, dieses auch direkt abzuschließen. Gerade bei Zusatzversicherungen ist dies Gang und Gebe. Allerdings können sich die einzelnen Anforderungen, wie der Online-Abschluss erfolgt, unterscheiden. Dazu informieren jedoch die einzelnen Anbieter auf ihrer jeweiligen Homepage genauer.
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