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Vermögensaufbau dank Zinseszins

Vermögensaufbau dank ZinseszinsUnter dem Zinseszins wird die Berechnung weiterer Zinsen auf bereits geleistete Zinszahlungen verstanden.

Der Zinseszins Effekt als Erlösmaximierung für den Sparer

Werden 1000 Euro zu einem jährlichen Zinssatz in Höhe von 5% angelegt, sind nach dem zweiten Sparjahr bereits 1050 Euro zu verzinsen, da die bereits verrechnete Zinszahlung den angelegten Betrag erhöht hat. Während ohne den Zinseszinseffekt sich das Guthaben erst nach zwanzig Jahren verdoppelt hätte, bewirkt die Verzinsung der Zinsen eine Verdoppelung bereits nach etwa vierzehn Jahren.

Ein möglicher Kaufkraftverlust als Folge der Inflation ist bei dieser Berechnung nicht berücksichtigt.

Berechnen lässt sich ein Nährungswert für die Jahre, die bis zu einer Verdoppelung des Guthabens vergehen, indem die Zahl 72 durch die Höhe der Zinsen geteilt wird. Vorausgesetzt wird dabei ein unverändert bleibender Zinssatz, in der Realität ändert sich ein solcher jedoch häufig, sofern keine Festgeldanlage gewählt wurde.

Der Zinseszins Effekt ist für den Vermögensaufbau von Bedeutung, wobei nur der Sparer davon profitiert, welcher die Zinsen nicht abhebt, sondern sie auf dem Konto belässt.

Beim Vergleich der Konditionen für Festgeld- oder Tagesgeldanlagen ist wegen der möglicherweise erhältlichen Zinseszinsen unbedingt auf den Termin der Zinszahlung zu achten. Wenn bei Festgeld die kompletten Zinsen erst am Ende der Laufzeit gutgeschrieben werden, profitiert der Anleger von diesen nicht. Am besten ist für den Kunden die monatliche Gutschrift der Zinsen, da diese unmittelbar nach ihrer Zuschreibung ebenfalls verzinst werden.

Bei abgezinsten Sparbriefen wird der Zinseszins-Effekt in den Kaufpreis eingerechnet, während bei Sparbriefen mit jährlicher Zinszahlung ein solcher nicht eintritt, da die Zinsen zwingend ausgezahlt werden müssen.

Zinseszinsen und Kredite

Der Verbraucher ist als Kreditnehmer mit einer Ausnahme von den Auswirkungen des Zinseszins-Effektes geschützt, da der Gesetzgeber für die meisten Kreditarten die Berechnung von weiteren Zinsen für angefallene Zinsbeträge verboten hat. Die Ausnahme bildet der Dispositionskredit, bei dem eine Berechnung weiterer Zinsen üblich und zulässig ist. Fast alle Banken rechnen ein Girokonto zum Ende eines Quartals ab und fordern von diesem Zeitpunkt an auch Zinsen auf die berechneten Zinsbeträge.

Neben der überdurchschnittlichen Höhe dieser Kreditform ist die Berechnung von Zinseszinsen ein weiterer Grund, aus dem sich die Verwendung eines Dispo-Kredites nur im Fall eines kurzzeitigen Geldbedarfs empfiehlt.

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