Goldbarren: Die Vorgänger des Münzgeld
Goldbarren gelten als Vorgänger des Münzgeldes und wurden bereits in der Antike als Währung verwendet. Allerdings nicht in der heute geläufigen Form, die aufgrund ihrer Stapelfähigkeit in der Regel rechteckig sind. Sonderprägungen weisen jedoch verschiedenste Formen auf.
Bis 100 Gramm werden in der Regel Goldbarren aus Blechteilen gestanzt. Ab 250 Gramm sind die Goldbarren gegossen. Die kleinste Größe sind 1 Gramm. Diese dienen allerdings weniger als Anlage, vielmehr als Geschenk. Denn es wird einen hohen Aufschlag auf den reinen Metallwert verlangt. Attraktivste Größe der Goldbarren sind 100 Gramm. Ein Grund dafür ist der geringe Aufschlag bei der Anschaffung. Außerdem werden ab dieser Größe Produktionsnummer, die in einer Datenbank registriert ist, in die Barren eingeprägt. Kleineren Barren wird ein Edelmetall Zertifikat mitgeliefert. Dies ersetzt die fehlende Seriennummer. Die 1 kg Barren sind die größten die es handelsüblich zu erwerben gibt. Jedoch ist der Erwerb mit Kosten bis zu 23.000 Euro verbunden. Allerdings ist hierbei der Aufschlag sehr gering. Größere Barren werden meist von Zentralbanken zur Lagerung einbehalten und sind meist ohne Vorbestellung nicht zu erhalten.
Goldbarren weisen eine Feinheit zwischen 99,0% und 99,9% auf und werden von Edelmetall Raffinerien und Scheideanstalten geprägt. Kaufpreis richtet sich nach dem aktuellen Goldpreis, der sich seit Jahren stabil hält und kaum schwankt. Zum Materialwert kommt zusätzlich ein Aufpreis beim Erwerb von Goldbarren hinzu. Zusätzlich wird in Deutschland eine Mehrwertsteuer von 19% verlangt. Preis der Barren unterscheidet sich je nach Größe. Denn je kleiner der Barren, um so höher der Aufschlag auf den Kaufpreis. Das benötigte Gold um die Barren anzufertigen stammt aus Australien, USA, Kannada, Großbritannien und Südafrika, dort sind rund 50% des weltweiten Goldvorkommens vorhanden. Bekannteste Hersteller von Goldbarren sind unter anderem Heraeus, Umicore und Pamp. Heute gilt Gold als beständigste Wertanlage und ist für Sammler und Anleger gleichermaßen interessant.
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