Hedgefonds: Verdacht auf Insiderhandel
In London wurden mehrere Mitarbeiter international agierender Finanzkonzerne und Hedgefonds bei einer Razzia der britischen Finanzaufsicht FSA wegen des Verdachts auf Insiderhandel festgenommen. Es wird davon ausgegangen, dass Mitarbeiter aus der Finanzbranche die Verdächtigen mit Insiderinformationen versorgt haben. Diese konnten dadurch enorme Gewinne erzielen. Laut FSA handelt es sich dabei um einen großen Ring von Informanten und Händlern, die schon seit längerer Zeit in dieser Art und Weise operieren.
Hedgefonds, im Volksmund auch gern “Heuschrecken” genannt, sind bekannt für außergewöhnliche Anlagestrategien. Sie versuchen mit risikoreichen Finanzmarktransaktionen überdurchschnittliche Renditen zu erzielen, obwohl der Name bzw. Begriff “Hedge” eher für Absicherung von Risiken steht. Hedgefonds tätigen ihre Investitonen oft mit hohem Fremdkapitalanteil, was sie dazu zwingt außergewöhnlich hohe Renditen zu erwirtschaften. In erster Linie um die Kosten für die Fremdkapitalzinsen zu decken und dann die überdurchschnittlichen Renditeversprechen einhalten zu können.
Die Manager und Händler dieser Hedgefonds sind deshalb über jede noch so kleine Information, die das Börsengeschehen beeinflussen könnten, äußerst dankbar. Die Gefahr verbotenen Insiderhandel zu betreiben ist somit immer gegeben.
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