
Anleihen sind Schuldverschreibungen die von Unternehmen ausgegeben werden können. Sie dienen den Unternehmen als Alternative zu einem Bankdarlehen, da sie somit unabhängig von Kreditbanken flexibel auf dem Kapitalmarkt benötigtes Kapital erhalten können.
Auch hier wird wie bei einem Kredit, je nach finanzieller Situation, ein bestimmter Zinssatz festgelegt. Dieser fließt dann dem Anleger, meist jährlich, zu. Die Laufzeiten von Anleihen betragen häufig zwischen 6-15 Jahren.
Als Anleger kann man diese Anleihen, wie Aktien, am Kapitalmarkt kaufen und auch wieder verkaufen. Es besteht also auch die Möglichkeit zusätzlich zu den Zinserträgen Kursgewinne zu erzielen. Anleihen werden zu einem bestimmten Ausgabekurs ausgegeben und danach zu einem Preis meist knapp über diesem Ausgabekurs gehandelt. Im Falle von sogenannten Junk-Bonds, die von relativ schlechten Schuldnern ausgegeben werden, kann dieser Kurs aber auch deutlich unter den Ausgabekurs fallen, da das Ausfallrisiko der Zurückzahlung deutlich höher ist. Dafür erhält man aber auch eine höhere Zinszahlung.
Allgemein kann man sagen, dass die Geldanlage in Anleihen als konservative Anlageform gilt, da sie eine feste Zinsrendite und mögliche Kursgewinne verspricht bei relativ kleinem Risiko. Eine Besonderheit bei Anleihen ist, dass sie im Falle einer Liquidation eines Unternehmens gegenüber Aktien und Bankkrediten bevorzugt bedient wird. Man steht sozusagen an erster Stelle auf der Gläubigerliste. Eine besondere Form der Anleihe ist die Wandelanleihen, die einem das Recht einräumt seine Anleihen in Aktien des Unternehmens einzutauschen (zu wandeln).