Wohngebäudeversicherungen werden deutlich teurer

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Wohngebäudeversicherungen werden deutlich teurer

Das ist eine schlechte Nachricht für Hausbesitzer: Für ihre Wohngebäude-Versicherungen müssen sie tiefer in die Tasche greifen.Von bis zu 20 Prozent ist dabei die Rede. Begründet wird dieser Schritt von den Versicherungsunternehmen mit einem überzeugenden Argument. Ihre Ausgaben für Schäden sind höher als die Einnahmen durch Versicherungsbeiträge. Wechseln oder lieber nicht? Vor diese Frage sind nun viele Versicherungsnehmer gestellt.

Klimawandel treibt die Preise hoch

Die Wohngebäude-Versicherung ist unverzichtbar. Bei Feuer, Hagel, Sturm, Wasserrohrbrüchen und vielen anderen Schäden gleicht sie zuverlässig die finanziellen Aufwendungen für die Instandsetzung auf. Kaum ein Hausbesitzer könnte gravierende Schäden aus eigener Tasche bezahlen, ohne vom Ruin bedroht zu sein. Anfang des Jahres informierte nun die R+V Versicherung ihre Kunden über unvermeidbare Beitragserhöhungen, die Versicherungskammer Bayern folgte kurz darauf, andere Anbieter werden nachziehen.

Davon sind Kenner der Branche jedenfalls überzeugt. Sie äußern Verständnis für die Unternehmen, deren rote Zahlen in diesem Versicherungsbereich schon seit Jahren nicht zu leugnen sind. Ihnen zufolge schätzten die Versicherer die Auswirkungen von Klimaveränderungen in der Vergangenheit falsch ein und gerieten so in die Verlustzone.

Kündigung durch Versicherer vermeiden

Erreicht der Brief zur geplanten Preisanpassung den Versicherungsnehmer, ist er im Zugzwang. Stimmt er ihr nicht bis zu einem angegebenen Termin zu, kann die Versicherung den Vertrag kündigen. Schlimmstenfalls steht er dann ohne Versicherungsschutz da. Diese Situation ist in jedem Fall zu verhindern, und das nicht nur, weil es um seinen wertvollen Besitz geht. Immobilienbesitzern, denen von ihrer alten Versicherung der Vertrag gekündigt wurde, haben häufig Probleme, einen neuen Versicherer zu finden.

Es heißt also Versicherungsangebote vergleichen, um den höheren Ausgaben zu entgehen. Findet man auf Anhieb kein Unternehmen, das bessere Konditionen bietet, ist es jedoch klüger, die Preiserhöhung erst einmal zu akzeptieren. Aus einer ungekündigten Position heraus ist es später einfacher, in einen günstigeren Vertrag zu wechseln. Grundsätzlich empfiehlt es sich allerdings, laufende Wohngebäude-Versicherungen möglichst zu halten. Bestimmte Faktoren, wie beispielsweise das Alter des Hauses, können einen Wechsel riskant machen.

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