BaFin rotiert: Felix Hufeld bald neuer Präsident?

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BaFin rotiert: Felix Hufeld bald neuer Präsident?

Nur noch wenige Wochen, dann wird Elke König, die momentane Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ihren Posten verlassen und gen Brüssel ziehen, wo sie zukünftig dem europäischen Bankenabwicklungsmechanismus vorsteht. Für die BaFin heißt das: Ein neuer Präsident muss gefunden werden. Dies ist aber gar nicht so einfach, wie man jetzt am Beispiel von Felix Hufeld merkt.

Felix Hufeld wurde von Finanzminister Wolfgang Schäuble persönlich zum Nachfolger für Elke König vorgeschlagen. Der ist bekanntermaßen ein Mitglied der CDU. Ein Mitspracherecht hat in dieser Angelegenheit aber auch das Bundeswirtschaftsministerium, das momentan von Vizekanzler Sigmar Gabriel angeführt wird. Der ist wiederum ein Mitglied der SPD. Beide Parteien müssen der Neu-Einsetzung zustimmen, jedoch scheint die Zustimmung der SPD noch immer auszustehen, schreibt das Handelsblatt in einer Meldung vom 19.1.2015, während die Zeit langsam, aber stetig, immer kürzer wird.

Gute Nachrichten gibt es unterdessen von der Beschwerdestelle der BaFin. Anscheinend wurden im Jahr 2014 deutlich weniger Beschwerden gegen Finanzdienstleister und Anlageberatung eingereicht als im Vorjahr. 6050 Fälle musste die BaFin im vergangenen Jahr bearbeiten. 2013 lag diese Zahl mit 9720 eingereichten Fällen noch ein Drittel höher.

Eine Sprecherin der BaFin wagte sich an eine vorsichtige Analyse: „Ein paar Themen aus 2013 waren in diesem Jahr einfach nicht mehr aktuell“, stellte sie in einem Interview mit der dpa (Deutsche Presse Agentur) fest. Zudem sei die deutlich bessere Börsenlage in diesem Jahr ein Grund dafür, dass die Anleger insgesamt zufriedener sind. Seit dem 1. November 2012 ist es Kunden in Deutschland möglich, sich bei der BaFin über schlechte Anlageberatung zu beschweren bzw. die Verantwortlichen anzuzeigen und damit eine Prüfung der Kompetenz einzuleiten. Seit dem 1. August 2014 kam hier zudem das Honoraranlagenberatergesetz hinzu, dass zum Zwecke einer Unabhängigkeitsgewährleistung von Anlageberatern vorschreibt, dass diese Gelder nur vom Kunden und nicht von den beworbenen Finanzinstituten erhalten.

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