Anlageratgeber: So wird ein Lottogewinn zinsbringend angelegt

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Anlageratgeber: So wird ein Lottogewinn zinsbringend angelegt

Derzeit sitzen die Deutschen auf ihrem Geld: Alleine auf den Girokonten, Sparbüchern und Tagesgeldkonten liegen derzeit rund 700 Milliarden Euro. Das Sparen ist also den Deutschen ihr liebstes Hobby. Aktuelle Niedrigzinsen und auch die Eurokrise sind verantwortlich dafür. Nicht nur neue Lottomillionäre fragen sich oft, wo es sich überhaupt noch lohnt, das Geld anzulegen. Doch es gibt durchaus sinnvolle Alternativen, die wir nachfolgend erläutern.

Riester ist nicht mehr zu empfehlen

Am Anfang steht die Freude über den Lottogewinn. Doch relativ schnell folgt auch die Ernüchterung, denn vom Vertrauen in den Kapitalmarkt ist derzeit nur wenig übrig geblieben. Die Zinsen sind extrem niedrig und mit sicherem Sparen wird kaum mehr die Inflationsrate überboten.

Die Staatsanleihen einiger EU-Länder gelten als Hochrisikopapiere, erzeugen dafür aber auch höhere Renditen. Doch fast jeder ist entweder bereits selber einmal mit einer als sicher geltende Geldanlage auf die Nase gefallen oder kennt zumindest jemanden, dem dies passiert ist. Erst rutschten zuvor als sicher geltende Investmentfonds dauerhaft ins Minus, dann lösten sich von Anlageberatern empfohlene Zertifikate fast in Nichts auf. Und sogar die staatlich geförderte Riester-Rente gilt inzwischen als Zuschussgeschäft und ist dementsprechend verschrien. Wo also lohnt sich eine Geldanlage noch, um Zinsen zu erwirtschaften, die den Kapitalerhalt sichern?

Die Anlagealternativen

Normalerweise lässt sich eine recht verlässliche Prognose treffen, wie sich die künftige Wirtschaftslage entwickeln wird. Doch in Zeiten, in denen selbst mit einem Tagesgeldkonto nur noch rund 1,15 Prozent Zinsen erwirtschaftet werden können, ist der Weitblick fast unmöglich. Dies verleitet viele Bundesbürger zu etwas, was niemals gemacht werden sollte: den Kopf in den Sand stecken und auf höhere Zinsen warten. Das funktioniert aber nicht. Doch mit ein wenig Risikobereitschaft gibt es durchaus noch Alternativen:

  1. Immobilien
  2. Aktien
  3. Unternehmensanleihen
  4. Festgeld

Immobilien

Wer nicht länger seinem Geld bei Schrumpfen zusehen will, sollte in Sachwerte wie Immobilien investieren. Dies muss nicht unbedingt das eigene Haus sein, sondern kann auch eine Eigentumswohnung sein, die weitervermietet wird.

Aktien mit Dividende

Bei einem Kauf von Aktien investiert der Anleger in reale Werte. Dadurch ist er an Unternehmen und ihren Produkten beteiligt. Die Konzerne schütten regelmäßig Geld an ihre Aktionäre aus, die sogenannte Dividende.

Unternehmensanleihen

Unternehmensanleihen haben inzwischen einen besseren Ruf. Trotzdem gelten Anleihen von Unternehmen als riskant. Besonders die Schuldverschreibungen internationaler Konzerne bieten attraktive Zinsen.

Festgeld

Festgeld ist die einzige Art des Sparens, bei der der Anleger die Rendite im Voraus kennt. Allerdings ist es dann auch erst nach dem Ablauf der Laufzeit verfügbar. Bei einer Anlagedauer von drei Jahren sind hier immerhin noch bis zu drei Prozent Zinsen drin!

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