Pünktlich zum neuen Jahr 2014: Änderungen bei Kapitalanlagen und Vorsorge

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Pünktlich zum neuen Jahr 2014: Änderungen bei Kapitalanlagen und Vorsorge

Wie immer zum Jahreswechsel hat der Gesetzgeber Neuerungen für seine Bürger parat. In diesem Jahr gibt es Änderungen bei der Abgeltungssteuer, beim Wohn-Riestern, bei der Basisrente und bei der betrieblichen Altersvorsorge. Ach ja, die SEPA-Umstellung gibt es im Februar oben drauf. Eine ganze Menge also.

Die SEPA-Umstellung

SEPA steht für „Single Euro Payments Area“. Im Rahmen des SEPA-Verfahrens soll es Verbrauchern und Unternehmern ermöglicht werden grenzüberschreitende Überweisungen in alle EU-Staaten zu tätigen. Im Zuge der innereuropäischen Vereinheitlichung werden dafür ab dem 1. Februar 2014 nur noch die IBAN (international Bank Account Number) und die BIC (internationale Bankleitzahl) erforderlich sein. Den deutschen Verbraucher wird innerhalb der BRD die Änderung nicht so bald treffen. Noch bis 2016 sind Überweisungen mit Kontonummer und Bankleitzahl wie gewohnt möglich.

Verrechnung von Altverlusten?

Die Übergangsregelung, die mit der Einführung der Abgeltungssteuer im Jahr 2009 wirksam geworden ist, ist zum Ende des Steuerjahres 2013 abgelaufen. Bis dahin konnten Altverluste aus der Zeit vor der Einführung noch mit Gewinnen, die nach der Einführung der Abgeltungssteuer erzielt wurden, verrechnet werden. Das ist so seit dem Jahreswechsel nicht mehr möglich. Mit Beginn des Steuerjahres 2014 können Altverluste nur noch mit Gewinnen aus Immobilien oder „sonstigen Wirtschaftsgütern“ verrechnet werden (bspw. Verkauf von Kunst oder anderen Wertsachen). Natürlich nur, wenn die Gewinne innerhalb der gesetzlich vorgesehen Spekulationsfrist erzielt wurden. Die Verrechnung von Altverlusten wird also weiterhin viele Fragen aufwerfen was der Thread auf gutefrage.net zeigt.

Basisrente

Die Basisrente, auch bekannt unter dem Namen Rürup-Rente, ermöglicht es Selbstständigen eine private Altersvorsorge anzusparen. Mit Beginn des Jahres 2014 ist deren steuerliche Förderung weiter gestiegen. Nunmehr können 78 Prozent des Ersparten (maximal 20.000/ 40.000 Euro-Ledige/Verheiratete) von der Steuer abgesetzt werden. Allerdings muss die spätere Rente als „Gegenleistung“ für die Förderung versteuert werden.

Wohnriester

Seit ihrer Einführung im Jahr 2008 erfreut sich die Wohnriester steigender Beliebtheit. Seit dem Jahreswechsel darf das bereits „er-riesterte“ Guthaben jederzeit verwendet werden. Solange auf dem Sparkonto ein Guthaben von 3.000 Euro verbleibt und mindestens 3.000 Euro entnommen werden, stellt die Geldentnahme zwischendurch nach der neuen Regelung kein Problem mehr dar. Darüber hinaus müssen sich Riester-Sparer nicht mehr am Beginn der Auszahlungsphase entscheiden, ob sie die Summe als Ganzes oder bis zum 85. Lebensjahr in Raten ausgezahlt bekommen möchten. Seit diesem Jahr können sich Sparer jederzeit entscheiden.

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