Wie das Thema Buchhaltung in Unternehmen gehandhabt wird

in Finanzen

Wie das Thema Buchhaltung in Unternehmen gehandhabt wird

Jedes Unternehmen, ob klein oder groß, ist gesetzlich dazu verpflichtet, die Buchhaltung über gesamte Rechnungen, Belege, Provisionen, Ein- und Ausgaben zu führen. Alle Geschäftsvorfälle, die jeden Tag in Unternehmen passieren, müssen aufgezeichnet werden. Das wird im § 145 (1,2) Abgabenordnung festgesetzt: „ (1) Die Buchführung muss so beschaffen sein, dass sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann. Die Geschäftsvorfälle müssen sich in ihrer Entstehung und Abwicklung verfolgen lassen. (2) Aufzeichnungen sind so vorzunehmen, dass der Zweck, den sie für die Besteuerung erfüllen sollen, erreicht wird.“

Buchhaltung lässt sich in zwei unterschiedliche Variante unterteilen. Als Erstes gibt es die sogenannte einfache Buchhaltung, die sich lediglich mit Einnahmen-Überschussrechnung beschäftigt. Des Weiteren gibt es noch die doppelte Buchführung. Einfache Buchhaltung ist vor allem für kleinere Unternehmen und Freiberufler reserviert. Wenn jedoch eine Firma die Einnahmen-Überschussrechnung überschreitet, und das passiert beim Wert über 17.500 Euro, ist sie zur doppelten Buchführung verpflichtet. Die Firmenbuchhaltung orientiert sich im Grunde genommen an die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung, was im Klartext bedeutet, dass sie den allgemeinen Grundsätzen des Handelsrechts entsprechen soll. Was wiederum bedeutet, dass alle Angaben wahrheitsgemäß festgehalten und nachprüfbar sein müssen. Um die Buchhaltung im Unternehmen zu rationalisieren und zu erleichtern, empfiehlt sich der Einsatz einer Buchhaltungssoftware.

Was im Rahmen der Buchhaltung erledigt wird

Alle Geschäftsvorfälle eines Unternehmens müssen aufgezeichnet werden. Bei der Buchhaltung sollten alle Daten, die eine Wertveränderung des Unternehmens bedeuten, systematisch und chronologisch erfasst werden. Zur Buchhaltung zählen auch alle Prozesse, die mit Belegorganisation und Inventur zu tun haben. Eine vollständige Buchhaltung beinhaltet alle Handelsbücher, den Jahresabschluss, die Inventare, etwaige Handels- und Geschäftsbriefe sowie alle Belege, die durchgeführte Buchungen belegen. Die Unterlagen müssen allesamt über einen gewissen Zeitraum aufbewahrt werden. In den meisten Fällen wird eine Frist von 10 Jahren gelten. Das betrifft in erster Linie Buchungsbelege, Bücher, Aufzeichnungen, Inventare und Jahresabschlüsse. Außerdem gibt es noch eine Frist von sechs Jahren, die sonstige Dokumente betrifft. Im Falle, dass gegen das Unternehmen steuerstraf- oder bußgeldrechtliche Ermittlungen geführt werden, muss man die Unterlagen sogar länger als zehn Jahre aufbewahren, weil sie als Beweismittel zur Verfügung stehen müssen. Aber für die lange Aufbewahrung gibt es noch andere Gründe. Dafür können auch Anträge verantwortlich werden, die noch künftig gestellt werden müssen. Für die Antragstellung nämlich können die aufbewahrten Unterlagen von Bedeutung sein.

Auch der Ort, an dem die Unterlagen aufbewahrt werden, unterliegt gesetzlichen Bestimmungen. Er muss ausreichend vor Wasser, Feuer und anderen geschützt werden. Der Aufbewahrungsort soll zudem so platziert werden, dass er innerhalb kürzester Zeit erreicht werden kann, um die benötigten Dokumente zu holen.

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